Spectrum Concerts Berlin: Konzert zu Ehren von Sergej Tanejew

Eldar Nebolsin, Boris Brovtsyn, Gareth Lubbe & Alexey Stadler
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Sergej Tanejew, Zeitgenosse von Brahms, Mahler oder Strauss, war zu Lebzeiten insbesondere für seine Kammermusik bekannt und gefeiert. Heute ist er zu unrecht nahezu vergessen: Als bedeutendster Schüler Tschaikowskys oder Rubinsteins pflegte er einen zwar durch und durch russischen, aber dennoch ganz eigenen Stil, den es wieder zu entdecken gilt. Tanejew kam aus gutem Hause, konnte schon mit zehn Jahren das Moskauer Konservatorium besuchen und mit 19 abschließen, später war er selbst Professor und unterrichtete unter anderem Sergej Rachmaninow oder Alexander Skrjabin. Die westliche klassische Musiktradition prägte ihn, er studierte akribisch Palestrina oder Mozart und entwickelte eine enorme Kunstfähigkeit für den Kontrapunkt, die in jedem seiner Werke zu hören ist. Das Salonhafte und Simple war seine Sache nicht: Seine Musik ist, trotz aller melodiösen Schönheit, komplex. Im Gegensatz zur Chromatik und ausgereizten Tonalität seiner (deutschen) Zeitgenossen blieb er dezidiert russisch: Leidenschaftliche Musik, inspiriert von Volksmusik und Oper, in seinen Mitteln aber symphonisch und monumental. So beginnt das Klavierquartett op. 20 mit einem Allegro brillante, das diesen Titel verdient: Virtuos eröffnet das Klavier, es folgen nahezu elegische Passagen, durch die die reichhaltige Thematik aus allen musikalischen Blickwinkeln betrachtet wird. Die 33. Saison der Spectrum Concerts Berlin wird mit Eldar Nebsolsin, Boris Brovtsyn, Gareth Lubbe und Alexey Stadler feierlich eröffnet.

 

Eine Produktion von Naxos in Zusammenarbeit mit Spectrum Concerts Berlin.

    

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vom 20.04.2021, 20:00 Uhr
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Eröffnungskonzert der 33. Saison von Spectrum Concerts Berlin
Spectrum Concerts Berlin: Konzert zu Ehren von Sergej Tanejew
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Sergej Tanejew: Sonate für Violine und Klavier a-Moll
  • I. Allegro
  • II. Adagio cantabile
  • III. Minuetto
  • IV. Allegro ma non troppo
Sergej Tanejew: Streichtrio Es-Dur op. 31
  • I. Allegro con brio
  • II. Scherzino. Allegretto vivace
  • III. Adagio espressivo
  • IV. Finale. Presto
Interview mit Carlos María Solare
  • Interview
Sergej Tanejew: Klavierquartett E-Dur op. 20
  • I. Allegro brillante
  • II. Adagio più tosto largo – Allegro agitato
  • III. Finale. Allegro molto – Moderato serafico