Dmitri Schostakowitsch: Klaviersonate op. 61, Cellosonate op. 40

Eldar Nebolsin, Jens Peter Maintz
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„Linke Zügellosigkeit statt einer menschlichen Musik”, soll Stalin selbst Dmitri Schostakowitsch vorgeworfen haben, 1936 in einer anonymen Opernkritik in der russischen Tageszeitung Prawda zu einer Vorstellung der Oper Lady Macbeth von Mzensk. Schostakowitsch war zu dieser Zeit mit dem Cellisten Viktor Kubatzki auf Konzertreise, ihm widmete er die Cellosonate op. 40. Darin klingt zunächst wenig nach verborgener Systemkritik. Romantisch-elegisch malt das Violoncello große Bögen, im Largo, dem dritten Satz, wie ein großer Seufzer, pure Resignation. Kleine Momente hohler Heiterkeit gibt es aber doch immer wieder, und wenn sie bis dahin unterschwellig bleiben, so brechen sie im letzten Satz umso stärker hervor. Beißende Schostakowitsch-Ironie. Jens Peter Maintz am Violoncello und Pianist Eldar Nebolsin können bei diesem Abschlusskonzert der 32. Saison von Spectrum Concerts Berlin instrumental ganz viel erzählen, auf und unter der Oberfläche.

 

Eine Produktion von Naxos in Zusammenarbeit mit Spectrum Concerts Berlin.

    

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vom 26.11.2020, 20:00 Uhr
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Abschlusskonzert der 32. Saison von Spectrum Concerts Berlin
Eldar Nebolsin & Jens Peter Maintz: Schostakowitsch, Sonaten für Cello und Klavier
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Dmitri Schostakowitsch: Klaviersonate Nr. 2 h-Moll op. 61
  • I. Allegretto
  • II. Largo
  • III. Moderato
Dmitri Schostakowitsch: Cellosonate d-Moll op. 40
  • I. Allegro non troppo
  • II. Allegro
  • III. Largo
  • IV. Allegro