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J.S. Bach: Musikalisches Opfer

Bach in Leipzig, unaufgeregt und griffig gespielt
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Vielleicht kann man es am besten an den Satzabschlüssen hören: Die Solisten spielen hochkonzentriert und akkurat, dabei jederzeit inspiriert. Im Alten Rathaus in Leipzig herrscht daher auch mehr als andächtige Stille, nämlich lauschende Versunkenheit.

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  • Ricercar à 3
  • Canon perpetuus super thema regium
  • Canones diversi super thema regium
  • Fuga canonica in Epidiapente
  • Ricercar à 6
  • 'Quaerendo invenietis‘ Canon à 2 - Canon à 4
  • Sonata sopr’il soggetto reale a traversa, violino e continuo: Largo
  • Sonata sopr’il soggetto reale a traversa, violino e continuo: Allegro
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  • Sonata sopr’il soggetto reale a traversa, violino e continuo: Allegro
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t1 Konzertführer
Johann Sebastian Bach
Musikalisches Opfer (BWV 1079)

Das Musikalische Opfer verdankt seine Entstehung Bachs letztem Besuch in Berlin im Mai 1747. Dort musizierte er bei einer der königlichen Soireen vor Friedrich dem Großen. Das Thema, das ihm der König bei dieser Gelegenheit zur Improvisation gab, liegt dem nachträglich ausgearbeiteten Werk zugrunde. Es besteht aus einem dreistimmigen Ricercar (das wahrscheinlich der ursprünglichen Improvisation am nächsten kommt), sechs Kanons mit verschlüsselten Anweisungen zu ihrer Auflösung, einer Kanonfuge, einem sechsstimmigen Ricercar (das die höchst elaborierte Verwendung des Themas zeigt), einem zweistimmigen und einem vierstimmigen Kanon, einer Triosonate für Querflöte, Violine und Basso continuo mit vier Sätzen nach Ordnung der Kirchensonate sowie einem Sehfußkanon für die gleiche Besetzung. Diese ist ohnehin nur bei drei Sätzen angegeben, scheint aber, da sie auf die Kammermusik am Hof Friedrichs zugeschnitten ist, für das ganze Werk zu gelten: Cembalo, Streicher und Flöte. Ausgenommen die Triosonate als ‚Hommage‘ an den Flöte spielenden König, samt einer Reverenz vor dem neuen Stil der ‚Empfindsamkeit‘ in den prononcierten Seufzerfloskeln des zweiten und dritten Satzes, zeigt das Werk sonst alle Merkmale des Bachschen Spätstils: die gelehrten kontrapunktischen Kanonkünste älterer Zeiten, das Ausloten eines einzigen Themas in allen Aspekten und den konzentrierten Charakter einer Sammlung von vollendeten Exempeln, eine verinnerlichte, aber geschliffene Kammermusik – die letzte, die Bach einem Herrscher dieser Welt widmete.

Klaus Peter Richter

© Csampai / Holland: Der Konzertführer. Rowohlt Verlag.
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