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Giuseppe Verdi

Il Trovatore

Gatti, Wiener Philharmoniker, Domingo, 2014
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Eine eindringliche Porträtstudie, die Regisseur Alvis Hermanis mit dieser Inszenierung betreibt: Die verworrene Liebesgeschichte spielt zum Teil in einem Museum der alten Meister; gleichzeitig läuft das Starensemble um Anna Netrebko zur sanglichen Höchstform auf und entwirft überzeugend die Charaktere dieser tragischen, großen Oper.

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  • Giuseppe Verdi
  • Wiener Philharmoniker, Wiener Staatsopernchor
  • Daniele Gatti
  • Großes Festspielhaus Salzburg
  • 2014
  • subt. (fr.)
  • Besetzung anzeigen Besetzung ausblenden
    Il Conte di Luna: Placido Domingo
    Leonora: Anna Netrebko
    Manrico: Francesco Meli
    Azucena: Marie-Nicole Lemieux
    Ferrando: Riccardo Zanellato
    Inez: Diana Haller
    Ruiz: Gérard Schneider
    Stage Director: Alvis Hermanis
    Costumes: Eva Dessecker
    Lighting: Gleb Filshtinsky
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Il Trovatore
  • First Act
  • Second Act
  • Third Act
  • Fourth Act
  • Giuseppe Verdi
  • Wiener Philharmoniker, Wiener Staatsopernchor
  • Daniele Gatti
  • Großes Festspielhaus Salzburg
  • 2014
  • subt. (fr.)
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    Il Conte di Luna: Placido Domingo
    Leonora: Anna Netrebko
    Manrico: Francesco Meli
    Azucena: Marie-Nicole Lemieux
    Ferrando: Riccardo Zanellato
    Inez: Diana Haller
    Ruiz: Gérard Schneider
    Stage Director: Alvis Hermanis
    Costumes: Eva Dessecker
    Lighting: Gleb Filshtinsky
t1 Konzertführer
Giuseppe Verdi
Opernouvertüren

Nur einem Teil seiner achtundzwanzig Opern hat Giuseppe Verdi eine abgeschlossene, instrumental-autonome Ouvertüre (ital.: ‚sinfonia‘) ‚symphonischen‘ Zuschnitts vorangestellt; in den meisten späten Opern, so in Falstaff (1893), Otello (1887), Don Carlo (1867/81) und Simon Boccanegra (zweite Fassung von 1881) sowie erstmalig schon in II Trovatore (1853) verzichtete Verdi aus dramaturgischen Erwägungen ganz auf eine musikalische Einleitung. Dagegen verfasste er für Aida, sein drittletztes Bühnenwerk, gleich zwei unterschiedlich lange Vorspiele (preludio und sinfonia), von denen er freilich die für die italienische Erstaufführung (1872) nachkomponierte Potpourri-Ouvertüre noch vor der Premiere wieder verwarf. Zu den meisten mittleren und frühen Opern hat Verdi Ouvertüren komponiert, die man konzeptionell und formal in zwei Gruppen unterteilen kann: Erstens die der späten Buffa- bzw. frühromantischen Tradition folgenden großen abgeschlossenen Ouvertüren (ouvertura oder sinfonia), zweitens kürzere, harmonisch zuweilen offene Vorspiele (preludio), die zwei, drei Hauptmotive der Oper vorab effektvoll zusammenspannen und so der Handlung eine Art musikalisches Motto voranstellen – das prägnanteste Beispiel dürfte das nur 35 Takte lange preludio zu Rigoletto (1851) sein, das den über der ganzen Handlung lastenden Schicksalsfluch als böses musikalisches Omen der Oper vorausschickt. Lyrische Gegenbeispiele zu solchen Effektstücken gibt es in den überaus sensiblen Pianissimo-Einleitungen zum ersten und dritten Akt von La Traviata (1853), in denen Verdi ein geradezu intimes Porträt der fragilen Titelgestalt zeichnet, oder in dem kurzen, dunklen Adagio-Vorspiel zu seiner ‚Galeerenoper I Lombardi alla Prima Crociata von 1843. Zur ersten Gruppe ‚echter‘ Ouvertüren gehören insbesondere die großen Potpourri-Ouvertüren, die sich wegen ihrer effektvollen, dem Prinzip der kontrastierenden Themenbehandlung folgenden Anlage bald auch im Konzertsaal etabliert haben. Die Ouvertüren zu Nabucco (1842), Luisa Miller (1849), I Vespri Siciliani (1855) und La forza del destino (1862) zählen hier zu den meistgespielten, wobei im Fall Sizilianische Vesper die Ouvertüre den Bekanntheitsgrad der Oper bei weitem übersteigt. Das liegt gewiss auch daran, dass diese Ouvertüre, neben der zu Die Macht des Schicksals, zu den brillantesten, zündendsten, zwingendsten Beispielen einer solchen Potpourri-Ouvertüre zählt, ein Stück, das sich auch bezüglich seiner kompositorischen Qualität nicht neben genuin symphonischen Ouvertüren zu verstecken braucht.
Attila Csampai

© Csampai / Holland: Der Konzertführer. Rowohlt Verlag.
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