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Martha Argerich und Mischa Maisky beim Luzern Festival

»Romantic Offering«, Franck und Schostakowitschs heitere Neunte
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Das Dreamteam Argerich - Maisky begeistert auch den anwesenden Komponisten Shchedrin. Die Franck Sonate unterstreicht die Harmonie der beiden Freunde - ob das neue Hemd dabei hilft? Järvis Schostakowitsch überzeugt mit starken Bläsern und Transparenz. 

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Lucerne Festival Orchestra, Symphonie Nr. 9 Es-Dur op. 70, 2011
  • Dimitri Schostakowitsch
  • Lucerne Festival Orchestra
  • Neeme Järvi
  • Martha Argerich, Mischa Maisky
  • Kultur- und Kongresszentrum Luzern
  • 2011
Ticket gültig für 30 Tage, im Premium-Abonnement unbegrenzt.
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  • Dvořák Scherzo capriccioso op.66
  • Rodion Shchedrin, "Romantic Offering" für Klavier, Cello und Orchester: I. Moderato quasi andantino
  • II. Allegro ma non troppo
  • III. Sostenuto assai
  • Franck, Sonate A-Dur für Cello und Klavier: I. Allegro ben moderato
  • II. Allegro
  • III. Recitativo-fantasia (Ben moderato - Molto lento)
  • IV. Allegretto poco mosso
  • Schostakowitsch, Symphonie Nr. 9: I. Allegro
  • II. Moderato
  • III. Presto
  • IV. Largo
  • V. Allegretto
  • Dimitri Schostakowitsch
  • Lucerne Festival Orchestra
  • Neeme Järvi
  • Martha Argerich, Mischa Maisky
  • Kultur- und Kongresszentrum Luzern
  • 2011
t1 Konzertführer
Dimitri Schostakowitsch
Symphonie Nr. 9 Es-dur op. 70 (1945)

Bei dieser am 3. November 1945 in Leningrad unter Mrawinskij uraufgeführten fünfsätzigen Symphonie wurde gerade das Nicht-Monumentale, unbeschwert Heitere, Unbombastische Schostakowitsch zum Vorwurf gemacht. Eine pathetische Apotheose zur Feier des Sieges wäre gerade von einer ‚Neunten Symphonie‘ erwartet worden, und Schostakowitsch enttäuschte diese Erwartung mit einem Stück von stellenweise ausgelassenem Mutwillen, der auch Ausflüge ins Triviale nicht scheut. Die Symphonie reiht sich so an seine theatralischen Eskapaden der frühen dreißiger Jahre (wir finden hier wieder die parodistisch zeichnende Solotrompete); dies alles profitiert aber von der Seriosität und der strengen Form seines neugewonnenen Klassizismus.
Zu den parodistischen Mitteln gehört – hier besonders ausgeprägt – eine harmonische Technik der „eristischen Modulationen“, des willkürlich rückenden Melodieniveaus und der unvermuteten melodischen Wendungen. Der Rückgriff auf Triviales ist keineswegs ein Zugeständnis an ‚Realismus‘-Forderungen, sondern geschieht mit souveräner Freude am Spott. Tatsächlich scheint die Düsternis seiner sonstigen Schöpfungen hier zurückgedrängt, fast völlig überwunden in einer an Haydn erinnernden, naiven Heiterkeit.
Detlef Gojowy

© Csampai / Holland: Der Konzertführer. Rowohlt Verlag.
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