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Leutnant Kische

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t1 Konzertführer
Sergei Prokofjew
Leutnant Kische

Das Sujet des Films, zu dem die Musik entstand, ist eine Bürokratie-Satire: Leutnant Kische ist nicht in Wirklichkeit existent, sondern Resultat eines Lesefehlers, das als solches aber ein zähes, unausrottbares Leben führt (I: ‚Geburt Kisches‘, II: ‚Romanze‘, III: ‚Hochzeit Kisches‘, IV: ‚Troika‘, V: ‚Begräbnis Kisches‘). Dementsprechend parodistisch ist die Musik angelegt: im Stil der Filmkomödien der frühen dreißiger Jahre – ein buntes Mixtum compositum mit Elementen von exotischer Volksmusik und Trivialmusik. Eine plakative Primitivität mit hintergründigen Akzenten ist beabsichtigt. Zu den Sätzen II und IV existiert eine Textversion („Meine schöne graue Taube . . .“ und „Ein Frauenherz ist immer frei . . .“). Formal herrscht ein sich ständig erneuernder Fluss des Erzählens mit nur losen Verklammerungen durch Wiederholungen von Elementen.
Detlef Gojowy

© Csampai / Holland: Der Konzertführer. Rowohlt Verlag.
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