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Konzertstück für vier Ventilhörner und großes Orchester F-dur op.86

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t1 Konzertführer
Robert Schumann
Konzertstück für vier Ventilhörner und großes Orchester F-dur op.86

Die vom Komponisten gewählte Bezeichnung erscheint angesichts des Umfangs und der formalen Anlage eigentlich als zu bescheiden: Das Werk ist ein bedeutender, gültiger und höchst origineller Beitrag zur konzertanten Gattung in der Romantik. Nach Mozart und dem böhmischen Hornisten Giovanni Punto (1746-1803) hatten sich nur wenige Komponisten mit Konzerten für jenes Instrument abgegeben, das als ‚romantisch‘ schlechthin gilt. Carl Maria von Weber und Johannes Wenzeslaus Kalliwoda (1801-1866) hatten Concertini für Solohorn mit Orchesterbegleitung geschrieben, die noch für die Möglichkeiten des ventillosen Naturhorns entworfen sind und späteren Umarbeitungen unterzogen wurden. Schumann dagegen fordert für sein Opus 86 ein komplettes Quartett von vier Ventilhörnern, die den gesteigerten technischen Ansprüchen der romantischen Harmonik mit zahlreichen chromatischen Tönen gewachsen sind. Das Werk hat dreisätzige klassische Konzertform mit einem durchgebildeten Sonaten-Kopfsatz, einer dreiteiligen Romanze und einem ‚attacca‘ an diese anschließenden Finale, dessen Mittelteil – statt einer Durchführung – einen selbständigen kontrastierenden Seitensatz enthält. Das Soloquartett wird über weite Strecken des Werkes in engem Dialog mit dem Orchester geführt. Sowohl die kantable wie die virtuose Seite des Instruments bringt der Komponist in diesem klangseligen Werk zur Geltung.
Hartmut Becker

© Csampai / Holland: Der Konzertführer. Rowohlt Verlag.
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