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Introduktion und Allegro appassionato für Klavier und Orchester G-dur op. 92

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t1 Konzertführer
Robert Schumann
Introduktion und Allegro appassionato für Klavier und Orchester G-dur op. 92

Entstanden im Jahre 1849, wenige Monate nach dem Hörnerkonzert, ist die Bezeichnung ‚Konzertstück‘ für das Opus 92 angemessen: Ein einzelner symphonisch gearbeiteter Konzertsatz, dem eine langsame Einleitung vorangestellt ist, steht dieses Werk in der von Louis Spohr und Felix Mendelssohn Bartholdy geschaffenen Tradition. Die Arpeggien des Soloinstruments in der Introduktion, über denen die Hornbläser einen weiten lyrischen Melodiebogen spannen, erinnern an den Beginn des Capriccio brillant op. 22 von Mendelssohn, doch ist bei Schumann das Klavier zunächst Begleiter. Erst mit dem in heftigem e-moll einsetzenden raschen Hauptsatz tritt der Solist in die Rolle des dem Orchester ebenbürtigen Dialogpartners ein. Die innere Erregung der ersten Themengruppe kontrastiert zu einem ausdrucksvollen schwärmerischen Seitengedanken. Sowohl in der Durchführung wie in der ausgedehnten Coda greift Schumann nochmals die lyrische Melodie der Introduktion auf, schafft so eine starke innere Kohärenz zwischen den einzelnen Abschnitten des formal klar gegliederten Werkes. Anders als der – ursprünglich als „Phantasie“ bezeichnete – Kopfsatz des Klavierkonzerts op. 54 enthält das Konzertstück keine Kadenz, was das symphonische Bauprinzip unterstreicht.
Hartmut Becker

© Csampai / Holland: Der Konzertführer. Rowohlt Verlag.
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