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Eine Alpensymphonie op. 64

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t1 Konzertführer
Richard Strauss
Eine Alpensymphonie op. 64

Nach der Uraufführung des Rosenkavalier, als der Komponist auf Hofmannsthals Ausarbeitung des Librettos zur Oper Die Frau ohne Schatten wartete, begann er in seiner Garmischer Villa mit der Skizzierung seines letzten großen symphonischen Werkes, das erst im Winter 1914/15 innerhalb von drei Monaten ausgeführt wurde. Dem Naturliebhaber und begeisterten Bergsteiger Strauss musste ein Sujet naheliegen, das sich auf die Berge seiner bayrischen Heimat bezog; es ist indessen erschütternd, feststellen zu müssen, dass reines Nachbilden sicht- und hörbarer äußerer Sinneseindrücke das Wesen dieser Musik bestimmt. Von der erhabenen Ursprünglichkeit und Unberührtheit der Bergwelt ist unter aller instrumentaler Raffinesse nichts mehr zu spüren, die Klanggesten des ins Groteske angewachsenen Apparats (einschließlich der Orgel mindestens 125 Musiker!) wirken, sobald sie die Empfindungen ausdrücken sollen, seltsam abgegriffen, verbraucht. Die kontrapunktischen und instrumentatorischen Künste dieser Riesenpartitur können nicht über die erschreckende Wahrheit hinwegtäuschen, die sich in jenem Satz des Komponisten über sein Werk spiegelt: „Jetzt endlich hab ich instrumentieren gelernt!“ – in der Alpensymphonie ist die technische Seite des Komponierens zum Selbstzweck entartet.
Hartmut Becker

© Csampai / Holland: Der Konzertführer. Rowohlt Verlag.
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