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Symphonische Dichtung Fatum op. 77

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t1 Konzertführer
Pjotr Tschaikowsky
Symphonische Dichtung Fatum op. 77

Durch die erfolgreiche Uraufführung seiner 1866 geschriebenen ersten Symphonie war Tschaikowsky zu einer bekannten Persönlichkeit des russischen Musiklebens avanciert. Als er 1868 Mili Balakirew, den führenden Kopf der national-russischen Komponistengruppe (‚Mächtiges Häuflein‘), kennenlernte, versuchte dieser, ihn für seine Ideen und Ziele zu gewinnen. Gelang dies auch nicht in dem von Balakirew erstrebten Umfang, so stand Tschaikowsky doch von nun an zwei Jahrzehnte mit ihm in Kontakt und war von dem Ideenreichtum und der Persönlichkeit des Älteren sehr beeindruckt. Man kritisierte sich gewiss gegenseitig, doch von einer Feindschaft Tschaikowsky zum ‚Mächtigen Häuflein‘ kann keine Rede sein. Die Schicksalsgläubigkeit des Komponisten fand hier zum ersten Mal eine musikalische Ausformung, ein detailliertes Programm existiert nicht. Das Stück wirkt wie ein Experimentierfeld für Modulationen, Instrumentationseffekte und symphonische Verarbeitungsweisen, ist formal recht unausgewogen; die Partitur erlitt das Schicksal des Opus 76.

Hartmut Becker

© Csampai / Holland: Der Konzertführer. Rowohlt Verlag.
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