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Tänze

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t1 Konzertführer
Leoš Janáček
Tänze

Als Partitur voll von „flimmernden Noten, schäkernden, schwirrenden, aber auch nachdenklichen Melodien“, als Erinnerung „an warme Sommernächte unter klarem Sternenhimmel mit dem Murmeln des Flusses und Liebesgeflüster“, als „Lob der Heimat“ bezeichnete Janáček die Lachischen Tänze. Lachei wird die Gegend im nordöstlichen Zipfel Mährens und des östlichen Schlesien am Fluss Ostravice, in der Janáček Geburtsort liegt und wo er sich oft und gern in den letzten Lebensjahren aufhielt, genannt. Wir finden diese Tänze im schon genannten Ballett, es gibt sie nach Dvořáks Muster für Klavier, eine vom Autor getroffene Auswahl (1893) lebt als selbständige Orchestersuite in der Folge der Slawischen Tänze. Eröffnet wird die Suite mit dem ‚Altvätertanz Nr. 1‘ (‚Starodávný‘), ein feierlich schreitendes Andante, das bald in ein ausgelassenes Allegro übergeht. Es folgt ein Tanz mit dem Namen ‚Der Gesegnete‘ (‚Požehnaný‘) in reizvollem Allegro, dann der ‚Rauchtanz‘ (‚Dymák‘) mit scharfen Rhythmen, wie vom Feuer der Esse angefacht, und ‚Der Gesegnete Nr. 2‘, schließlich der variationsreiche ‚Tanz aus Čeladná‘ (‚Čeladenský‘) und als Abschluss der nach einem Volkslied geformte ‚Sägetanz‘ (‚Pilky‘), dessen prägnantes Motiv sich größter Popularität erfreut. 

Janáček hat noch eine Suite Mährischer Tänze hinterlassen, die allerdings im Konzertrepertoire keinen Platz gefunden hat.
Pavel Eckstein

© Csampai / Holland: Der Konzertführer. Rowohlt Verlag.
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