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t1 Konzertführer
Leoš Janáček
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Nach Rückkehr von der Prager Orgelschule versuchte sich Janáček im Jahre 1877 an einer Suite, deren Satzbezeichnungen (Andante – Allemande – Sarabande – Scherzo – Adagio – Andante) zwar Interesse für alte Musik verrät, deren Faktur und Geist wir aber hier weniger finden als Einflüsse etwa von Smetana und Wagner, denen Janáček im weiteren Leben heftigst abschwor.

Etwas später ist die Idylle, ebenfalls nur für Streicher, entstanden. Entgegen dem auf ein ungeteiltes Ganzes hinweisenden Titel hat die Komposition sieben Sätze, die deutlich den starken Einfluss von Antonín Dvořák, dem Janáček auch persönlich sehr zugetan war, verraten, obwohl sie in der Verwendung unregelmäßiger Rhythmen über das Vorbild hinausgeht.

Die als Suite op. 3 bezeichnete Komposition (die einzige, die vom Autor eine – übrigens unzutreffende – Werkzahl erhielt) stammt aus den frühen neunziger Jahren, also aus der Zeit, in der sich Janáček besonders intensiv mit der mährischen Volksmusik beschäftigte. Deshalb finden wir in ihren vier Sätzen für das gesamte Orchester Gemeinsamkeiten mit den Lachischen Tänzen und dem folkloristischen Ballett Rákos Rakóczy sowie direkte Zitate aus der frühen einaktigen Oper Der Anfang eines Romans.
Pavel Eckstein

© Csampai / Holland: Der Konzertführer. Rowohlt Verlag.
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