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KarI Höller

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t1 Konzertführer
Karl Höller
KarI Höller

Bamberg, 25. Juli 1907 – München, 14. April 1987

Ein großer Teil des Schaffens von Karl Höller erstreckt sich auf Orchestermusik. Höller entstammte einer fränkischen Musikerfamilie, die im Dorn zu Bamberg, Würzburg oder anderen Kirchen ihren Dienst versahen. Nach seinem Studium in München und Würzburg (Haas, von Hausegger) wirkte Höller so auch zunächst als praktizierender Organist. Seit 1949 unterrichtete er Komposition an der Münchner Musikhochschule, 1954 wurde er deren Präsident. Höller war wie sein Lehrer Haas (ein Schüler Regers) der Tradition der ‚Spätromantik‘ verhaftet. Seine Harmonik ist weitschweifend, seine Kontrapunktik oftmals verwickelt. Höller hat für alle Arten der Orchestermusik komponiert. Schon seine Titel lassen seine tiefe Verwurzelung in alten Formen erkennen: Hymnen für Orchester sind vier symphonische Sätze über gregorianische Choralmelodien, Passacaglia und Fuge für Orchester (nach Frescobaldi), Sinfonische Fantasie für Orchester über ein Thema von Girolama Frescobaldi, Sweelinck-Variationen für Orchester sind sprechende Titel. „In der Kunst gibt es nach meiner Überzeugung“, so Karl Höller 1971, „keinen echten Fortschritt wie etwa in der Technik . . . Es sind doch immer nur Variationen über das gleiche Thema, Variationen mit neuen der Zeit gemäßen Erkenntnissen und neuen Ausdrucksmitteln.“

Lothar Mattner

© Csampai / Holland: Der Konzertführer. Rowohlt Verlag.
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