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Petite Suite (Jeux d'enfants)

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t1 Konzertführer
Georges Bizet
Petite Suite (Jeux d'enfants)

Bizet schrieb 1871 eine Folge von zwölf Stücken für Klavier zu vier Händen, die er Jeux d'enfants (Kinderspiele) nannte. In unmittelbarem Anschluss daran instrumentierte er einige Stücke, von denen er schließlich fünf zu einer kleinen Suite für Orchester zusammenstellte: Marche (Trompette et Tambour), Berceuse (La Poupée), Impromptu (La Toupie), Duo (Petit Mari, Petite Femme), Galop (Le Bai). Die erfolgreiche Uraufführung 1873 in Paris war vor allem dem Umstand zuzuschreiben, dass Bizet, den man für einen Wagnerianer hielt, sich hier deutlich an Schumann angelehnt hatte. Der Einfluss der Kinderszenen ist unüberhörbar, was allerdings mehr für die originale Klavierversion gilt, als für die Orchesterfassung. Die Miniaturen – die Suite dauert knapp zehn Minuten – bestechen durch die Genauigkeit, mit der die Bilder und Charaktere getroffen sind, und sie faszinieren durch anmutiges Temperament, Witz und Esprit. Das kleine Werk, in dem nicht eine Note zuviel steht (wann lässt sich das schon einmal sagen!), wird in Deutschland nicht ganz ernstgenommen; es sollte bekannter sein.

Egon Voss

© Csampai / Holland: Der Konzertführer. Rowohlt Verlag.
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