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Vier Orchesterstücke op. 12

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t1 Konzertführer
Béla Bartók
Vier Orchesterstücke op. 12

Die lange Zeitspanne, die zwischen der Fertigstellung der Komposition im Jahre 1912 und ihrer Orchestrierung im Oktober 1921 liegt, wurde von Zoltán Kodály als Experimentierfeld Bartóks zwischen der Oper Herzog Blaubarts Burg und dem Tanzspiel Der holzgeschnitzte Prinz interpretiert: „Der Trauermarsch kann als tragisches Nachwort zur Blaubart-Oper, das Intermezzo als sein elegischer Widerhall gelten, Preludio und Scherzo beschwören dagegen das sonnigere Reich des Prinzen herauf.“ Dieses Bezugsfeld kann aber mühelos ausgeweitet werden. So beginnt das Preludio (Moderato) mit der Evozierung einer Frühlingslandschaft wie im ersten der Zwei Bilder op. 10, ehe der große Klageton das bukolische Lied von innen auflöst, wobei Bartók schon jene Glissando- und Col-legno-Effekte der Streicher einsetzt, die auf die Pantomime Der wunderbare Mandarin vorausweisen. Das folgende Scherzo nimmt in seiner dämonischen Gestik schon den Tanz der Bäume im Holzgeschnitzten Prinzen vorweg, das anschließende Intermezzo erinnert an das altitalienische Siciliano. Seinem elegischen Grundton ist als Trio ein heftiges Motiv entgegengesetzt, das von der Reprise des Siciliano-Teils allmählich aufgesaugt wird. Am Ende das Maestoso der Marcia funebre, das motivisch an den elegischen Ton des Preludio anknüpft. Die Uraufführung der vier Orchesterstücke fand 1922 in Budapest statt.
Ulrich Schreiber

© Csampai / Holland: Der Konzertführer. Rowohlt Verlag.
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