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Musikgeschichten: 18. August (1931)

Mild und leise, dichtes Rauschen

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Holger Noltze
Holger Noltze
18.08.2018

Am Ende von Tristan und Isolde, wenn Isolde ihren berühmten „Liebestod“ singt, und in diesem Finalrausch kaum noch jemand auf den Text achtet, überhören wir regelmäßig, dass Wagner hier, durch Isoldes Mund, ja eine Art Medientotaltheorie entwickelt: Aus dem Körper des toten Tristan vor ihr strömt ja, so sieht es Isolde, und so sollen wir es auch sehen, ein geheimnisvoller neuer Atem, ein Strom, der sie, und momentweise ja auch uns, von dieser Erde wegzieht.

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