KESTINGS FLASCHENPOST: KLEINE SCHULE DER GESANGSKUNST

Die großen Vier

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Es existiert kein Instrument, das sich der menschlichen Stimme vergleichen ließe, fand schon William Byrd. Ob uns ein Gesang anspricht oder nicht, ist meist schnell klar; aber schwer zu sagen, warum. Jürgen Kesting, takt1-Kolumnist und einer der international führenden Experten der Gesangskunst, führt hier in diesen „Flaschenposten“ in das kleine und große Einmaleins des Kunstgesangs ein. In loser Folge geht es ums Wesentliche: um technische Themen, um zentrale Werke, vor allem aber um große Sängerinnen und Sänger. Ihre Aufnahmen, nicht wenige mehr als hundert Jahre alt, sind Flaschenpost einer vergangenen Zeit, nicht selten lehrreich fürs Heute.

Jürgen Kesting
Jürgen Kesting
09.06.2021

Auf die Frage nach dem besten aller Bassisten habe ich gleich vier Antworten: Der Franzose Pol Plançon (1851-1914), wegen seiner Eleganz, Noblesse und Virtuosität. Der Russe Fjodor Schaljapin (1873-1938), der als „Sänger-Darsteller“ für einen epochalen Paradigmenwechsel sorgte. Der Italiener Ezio Pinza (1892-1957) ,,for sheer rolling beauty and thrust is still the most magical basso cantante of the century” – so der Kritiker Conrad L. Osborne. Und der Russe Mark Reizen...

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