Il Giardino Armonico

Haydn 2032, Vol. 9: L'Addio

Antonini, Il Giardino Armonico, Piau
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Musik mit Regieanweisung: Haydns Symphonie Nr. 45 beginnt stürmisch, dramatisch, nahezu cinematisch. Der letze Satz hat ihr den berühmten Beinamen verpasst: Die "Abschiedssymphonie". Nach und nach verlassen die Musiker:innen hier die Bühne – es bleiben zwei solitäre Geigen mit Dämpfern. Ob das nun eine Anekdote von Haydns berüchtigten Humor war – oder dem Fürsten nicht gerade subtil mitteilen sollte, dass es Zeit wird, die Musiker:innen wieder nach Hause zu schicken, sei dahingestellt. Gewohnt temperamentvoll, voller Kraft, musikalischen und transparenten Gestaltungswillen erzählt Giovanni Antonini mit seinem Spezialensemble hier Geschichten, lässt die Musik bildlich werden – und bietet der Musik damit eine Bühne, die sie verdient. An die Symphonie schließt die hochemotionale Abschiedsszene der Berenice an – eindrucksvoll interpretiert durch Sandrine Piau. Den Anfang dieses Albums macht die temperamentvolle 35. Symphonie – den Abschluss, als Kontrast zum Albumtitel, Symphonie Nr. 15. Sie könnte das Willkommenswerk am Hofe des Fürsten Esterházy sein – sie beginnt mit einer wundervollen langsamen, getupften Einleitung – die in ein wildes Presto übergeht – dann wieder von einem herunterkühlenden Adagio gerahmt wird. 

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