Mieczysław Weinberg

Weinberg: Chamber Symphonies Nos. 2 & 4

Krimer, East-West Chamber Orchestra, Fedorov
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Dunkle Zeiten: Während es sich bei beiden Symphonien um Spätwerke handelt und Nummer vier sogar seine letzte vollendete Komposition darstellt, greift Weinberg für die zweite Kammersymphonie auf sein drittes Streichquartett von 1944 zurück. Dirigent Rostislav Krimer liefert mit der außerordentlichen technischen wie musikalischen Qualität seines Ensembles, sowie dynamischen Extremen einen Einblick in die Seele eines verängstigten, leidenden Komponisten. Die vierte Kammersymphonie hat mit Streichern, Klarinette und Triangel wohl eine der außergewöhnlichsten Besetzungen der Musikgeschichte. Klarinettist Igor Fedorov beeindruckt mit einer enormen Bandbreite an Emotionen. Ein bewegendes und wichtiges Dokument, das auf eine weitreichende Würdigung des tragischerweise unterrepräsentierten Weinberg hoffen lässt.