Michail Glinka

Glinka: Streichquartette

Shostakovich Quartet
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Michail Glinka ging als "Vater der russischen Musik" in die Geschichte ein. Seine beiden Streichquartette – wobei er das frühere D-Dur-Quartett als Fragment hinterließ, das später von Nikolaj Mjaskowski vervollständigt wurde – entstanden noch vor der Zeit, in der er die großen Werke schrieb, die ihn für die russische Kunstmusik so bedeutsam machten. Es sind nahezu "Jugendwerke", in denen er sich vor allem mit der Wiener Klassik auseinandersetzte. 1824 und 1830 entstanden die Quartette, was die Musik schon in seiner Zeit etwas anachronistisch wirken ließ. Dennoch haben diese Stücke auf CD einen Seltenheitswert und sind ein bedeutsames Dokument, vor allem die 1979er-Aufnahme des russischen Shostakovich-Quartets. Das Quartett beleuchtet die Leichtigkeit und Unschuldigkeit dieser Musik – und arbeitet Glinkas Melodienverliebtheit klar heraus. Sicher sind die Phrasierungen und Verzierungen für den heutigen Geschmack etwas arg süßlich – doch diese Stücke hört man selten auf so hohem technischen und musikalischen Niveau. Das Andante des F-Dur-Quartetts entwickelt dabei besondere Schönheit.

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