Charles-Marie Widor & Louis Vierne

Widor & Vierne: Iveta Apkalna at the Weiwuying Concert Hall

Apkalna
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Zwei Werke, die Iveta Apkalna seit ihrer Studienzeit begleiten, schienen ihr gerade richtig für die besondere Klais-Orgel im taiwanesischen Kaohsiung – der größten Konzertorgel Asiens. 2018 hatte sie diese in der Weiwuying Concert Hall selbst feierlich eingeweiht, nun kehrt sie mit einem besonders persönlichen Programm zurück. Widors fünfte Orgelsymphonie, die die berühmte Toccata enthält, lotet die Möglichkeiten des Instruments aus. Spannend ist, dass die Orgel der Weiwuying Concert Hall eigentlich aus zwei Orgeln besteht: Einer großen symphonischen Orgel und einer Echo-Orgel, die an den deutschen Barock angelehnt ist. Apkalna geht es weniger um die exakte Imitierung eines Symphonieorchesterklangs, sondern um differenzierte Dynamik und Nuancen – wunderbar eingefangen etwa im Adagio der Widor-Orgelsymphonie. Louis Vierne führte die Gattung als Widors Schüler auf ihren Höhepunkt, klingt moderner und geht harmonisch noch einige Schritte weiter. Nach diesen Schlachtrössern folgt fast als Katharsis Bach, eine Orgel-Bearbeitung seines pastoralen Schafe können sicher weiden.

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