Hans Werner Henze

Ode to Henze

WDR Sinfonieorchester, Enders
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„Diese unmögliche Kombination. Hackbrett und Streichbrett, Hilflosigkeit und Pathos“, schrieb Hans Werner Henze einst über das Cello. Für ein großes Konzert hat es nie gereicht, jedoch haben sich in Henzes 60 Jahren kompositorischem Schaffens durchaus einige Werke für Cello und Orchester gesammelt. Anlässlich seines Todestages, der sich am 27. Oktober in diesem Jahr zum 10. Mal jährt, hat Cellist Isang Enders gemeinsam mit Jonathan Stockhammer und dem WDR Sinfonieorchester eine Auswahl dieser Stücke eingespielt. Im Zentrum steht die Ode an den Westwind, nach einer lyrischen Vorlage des englischen Dichters Percy Shelleys, die Henze im Jahr 1953 als Gegenentwurf zur aufkommenden seriellen Musik um Stockhausen, Nono und Konsorten auf die Bühne brachte. Ähnlich wie in den Englischen Liebesliedern verschmilzt das Solocello oft mit dem Orchesterklang und fügt sich nahtlos in andere Instrumentallinien ein. Enders, der Henze zuweilen als "unspielbar" bezeichnet, manövriert sein Instrument meisterhaft durch über eine Stunde emotional enorm aufgeladener Musik und leistet einen riesengroßen Beitrag zum Andenken an Henzes Werk.