George Gershwin

Roots

Wang, Goosby
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Wer wagt, gewinnt: Randall Goosby widmet sein Debütalbum den Genies, über die niemand spricht. Komponist*innen wie William Grant Still, Samuel Coleridge-Taylor und sein Namenserbe Coleridge-Taylor Perkinson finden in der breiten Musikindustrie praktisch nicht statt und das einzig und allein, weil sie Schwarz sind. Im Fall von Florence Price kommt noch ihr Geschlecht hinzu, das die letzten gut 120 Jahre Scheingründe geliefert hat, ihr Werk zu ignorieren. Goosby nimmt sich diesem Missstand liebevoll und virtuos an und schafft somit ein wichtiges Zeugnis Schwarzer Komponist*innen. Mit dabei auch Xavier Dubois Foley (*1994), seines Zeichens Kontrabassist und einer der jüngsten Komponisten, die je von Decca veröffentlicht wurden. Goosby selbst sagt über sein Album: "Ich glaube, dass klassische Musik wirklich für jede*n ist, aber solange der Kanon nicht alle Perspektiven repräsentiert, kann das nicht stimmen. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns und ich hoffe, dieses Album ist ein Schritt in die richtige Richtung". Diese Einspielung macht Hoffnung, dass in Zukunft Musik Schwarzer Komponist*innen Gehör finden kann, ohne dass es als Beigabe noch Musik von populären weißen Komponisten wie Gershwin braucht, um die Hemmschwelle zu senken, auch mal über den Tellerrand hinaus zu hören.