Othmar Schoeck

Schoeck: Elegie op. 36

Kammerorchester Basel, Gerhaher
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Melancholie, Schwermut, betörende Schönheit: Othmar Schoecks Schaffen gilt es wiederzuentdecken. Der Schweizer Komponist der Spätromantik widmete sich vor allem dem Kunstlied – das Schubert'sche Erbe lässt sich hier nicht leugnen, insbesondere hinsichtlich der ausgewählten Gedichte. Die Elegie ist ein introspektiver Liederzyklus, der von Schmerz, Kummer und Abschied erzählt – ganz in romantischer Tradition. Man kann diesen Zyklus jedoch auch als Abschied von der romantischen Tonsprache verstehen, auf der Schwelle zur Avantgarde, der Schoeck nicht mehr folgen konnte und wollte. Doch die Musik ist dabei keineswegs rückwärts gerichtet: Sie bewegt sich in alten Formen, doch die Tonalität ist längst erweitert. Christian Gerhaher wird hier vom Kammerorchester Basel unter der Leitung Heinz Holligers begleitet – pointiert und wissend, dabei aber nicht akademisch. Schoecks Musik ist hier düster, mitunter schwerfällig (Wehmut), dann wieder elegisch und im klassischen Sinne wunderschön (Der Einsame). Ein Schatz, der auch im Konzertrepertoire gehoben werden sollte.

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