Camille Saint-Saëns

Lost Times

Plath, Blettenberg
Zurück

Vollkommen unmerklich geschieht der Wechsel zum oberen, überblasenen Tonbereich – die Fagottstimme schimmert auf einmal in der Höhe, fast wie ein Englischhorn. Perlende Virtuosität im nächsten Moment: Die Leichtigkeit, mit der Theo Plath Fagott spielt, ist atemraubend. Lost Times ist ein Lobgesang auf die lyrischen und virtuosen Qualitäten des Fagotts. Und programmatisch eine Hymne auf die Zeit der Romantik, die in der Literatur für Solofagott gewissermaßen eine Leerstelle ist. Es gab die glorreiche Fagottsonate G-Dur op. 168 von Camille Saint-Saëns und dann lange nichts. Theo Plath möchte diese Lücke auf seinem zweiten Solo-Album füllen. Er hat Solokonzerte von Claude Debussy, Nadia Boulanger und César Franck für Fagott wunderbar arrangiert. Theo Plath schreibt mit großer Sensibilität die Geschichte der Konzerte neu und fügt ihnen mit seiner Fagottstimme eigene Qualitäten und Texturen hinzu. Am Klavier sein wacher und ebenso virtuoser Duopartner Aris Alexander Blettenberg. Ein sehr spannendes und schönes Album!